AK-LowCost-Fotometer


Auf den ersten Blick sieht dieses Gerät mit fünf verschieden farbigen Leuchtdioden (LEDs) wie ein „ganz normales Fotometer" aus. Man kann die üblichen Konzentrations- und Kinetik- Messungen in Rechteckküvetten durchführen z. B. bei Wasseranalysen. Es lassen sich Transmission, Extinktion und Konzentration ablesen oder aber auch der Gehalt an Substanzen, der direkt aus den im Fotometer gespeicherten Kalibrierwerten berechnet wird. Ebenso lassen sich die Messwerte speichern und mit dem PC abrufen und bearbeiten. Durch den Batteriebetrieb ist das Fotometer auch für Feldmessungen bestens vorbereitet.



Eine Besonderheit, ist aber, dass man die Küvetten nicht abzudecken braucht, da das Fotometer über eine Elektronik verfügt, die das Tageslicht subtrahiert. Diese Elektronik ermöglicht eine zusätzliche Einsatzvariante für Demonstrationsexperimente: Der Fotoempfänger und weitere Leuchtdioden sind in die sogenannte Tauchsensorik eingebaut. Diese kann bei Experimenten in Bechergläser, Standzylinder oder Reagenzgläser getaucht werden. Dann arbeitet das Gerät als sogenanntes Tauchfotometer:

AK-LowCost-Fotometer




Arbeiten bei Tageslicht(schwankungen)

Normalerweise muss bei einer fotometrischen Messung der Lichtschacht gut abgedeckt werden. Dies ist beim AK LCFM04 nicht notwendig, weil es nach dem Chopper–Prinzip arbeitet, um das störende Tageslicht oder Kunstlicht mit seinen Schwankungen zu eliminieren.
Takt 1: Die Leuchtdiode wird angeschaltet und der Fototransistor misst die Summe von durchgehendem Licht und Tageslicht.
Takt 2: Die Leuchtdiode wird abgeschaltet und der Fototransistor misst nur noch das Tageslicht.
Nun wird elektronisch das Signal (Tageslicht) vom ersten Signal (Messlicht + Tageslicht) abgezogen und es bleibt nur das Messsignal übrig. Die Taktfrequenz können Sie übrigens selbst beobachten. Die Lösungen werden nicht mehr in die Blackbox "Fotometer", sondern das Fotometer in die Lösungen gestellt. Zusätzlich ermöglicht die Elektronik, den Einsatz des Tauchvorsatzes als Tropfenzähler. Mit dem Zählen der Tropfen ermöglicht das Fotometer Volumenbestimmungen z. B. bei Titrationen.

Die Lösungen werden nicht mehr in die Blackbox "Fotometer", sondern das Fotometer in die Lösungen gestellt.


AK-LowCost-Fotometer - Technische Daten


Handmessgerät

  • Mikroprozessor ATmega128 mit serieller Schnittstelle, vorbereitet für USB-Anschluss
  • Schacht für 10 x 10 Rechteckküvetten
  • Anschlussmöglichkeit für Tauchsensorik
  • LCD Anzeige für alle Funktionen und Messwerte
  • Farbauswahl im Fotometermenü
  • Automatischer Dunkelabgleich
  • Interner Datenspeicher: 100 Messdaten incl. Datum und Uhrzeit, 10 Kalibrierkurven vom PC editierbar
  • 5 LEDs: 470, 500, 535, 595 und 650 nm; auf Wunsch andere LEDs einsetzbar
  • RS232 - Kabel
  • Batteriebetrieb: 2 Mignon Zellen 1,5 V
  • Steckernetzteil
  • Handbuch

Weiterführende Informationen


Fotometrie in Schülerübungen

  • Messung von Transmission, Extinktion und Konzentration
  • Gehaltsbestimmungen der verschiedens-ten Substanzen z.B. Wasseranalysen
  • Kalibrierkurven im Fotometer mit dem Computer editierbar
  • Reaktionskinetische Messungen
  • Messung in Standard - Küvetten oder durch Tauchvorsatz direkt in der Probe
  • Tauchvorsatz zusätzlich als Tropfenzähler nutzbar zur Verfolgung von Titrationen
  • Feldmessung durch Batteriebetrieb und internen Datenspeicher

Tauchsensorik

  • Hand-Halterung mit Möglichkeit der Stativmontage
  • Foto-Sensor auf Glasstab
  • Leuchtdiode auf Glasstab steckbar. 4 weitere LEDs sind im Gehäuse untergebracht
  • offene Messstrecke ca. 1cm
  • Kabel und Stecker für o.g. Fotometer, Länge ca. 1 m

Bezugsquellen


ArtikelArtikel-NrHändlerPreis in EUR
AK LowCost LED-Fotometer, USB Anschluss Nachfolger: FM11FM04Hedinger-N/A-
Tropfenzähler/TauchvorsatztroptauchKAPPENBERG125.00
AK LowCost LED-Fotometer, USB AnschlussFM11Hedinger429.00

Ostern 2019 - Passend zum Digitalpakt: Hardware + Inhalte für den Chemieunterricht

In ganz vielen Schulen soll es inzwischen Computer/Laptops und Internet geben. Der Einsatz dieser Medien in der Chemie ist aber eher bescheiden.
Seit vielen Jahren entwickelt und erprobt ein lockerer Zusammenschluss von Chemielehrern, der Arbeitskreis Kappenberg (AK), die digitale Messwerterfassung im Chemieunterricht. Alleine im letzten Jahrzehnt haben sich über 1000 All-Chem-Misst II bei den Chemieexperimenten bestens bewährt.
Aus Mangel an geeigneten Medien wurde dazu der Teacher's Helper (TH) als digitale Lösung für den Chemieunterricht konzipiert. Der TH baut ein eigenes kleines WLAN im Chemie- oder Klassenraum auf. Mit seiner Hilfe können Lehrer und Schüler Übungen, (Kamera-)Bilder, Hausaufgaben und auch die Messwerte des All-Chem-Misst II teilen.
Damit hat der AK Vorgaben, wie sie im Digitalpakt vorgesehen sind, für den Chemieunterricht größtenteils schon seit Jahren erfüllt.

Veröffentlicht in ak-startseite-news

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